| |
Der
Weg zum Entsorgungsfachbetrieb
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
Unternehmen,
die sich als Entsorgungsfachbetrieb zertifizieren lassen möchten,
müssen zunächst entscheiden,
ob sie einer Entsorgergemeinschaft beitreten oder einen Überwachungsvertrag
mit einer technischen Überwachungsorganisation abschließen. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Im zweiten Schritt ist zu festzulegen, |
|
|
| |
-
welche der durchgeführten
abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten, |
|
|
| |
- welche Unternehmensstandorte und |
|
|
| |
- welche Abfallschlüsselnummern |
|
|
| |
zertifiziert werden sollen. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Zertifizierbare Tätigkeiten
nach der Entsorgungsfachbetriebe-verordnung
sind das
Einsammeln, Befördern, Lagern, Behandeln, Verwerten und Beseitigen. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Eine Zertifizierung für das
Handeln und Vermitteln ist bisher nur nach einer
LAGA-Vollzugshilfe aus
dem Jahr 2001 möglich. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Der Entwurf des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes
sieht ab Inkrafttreten eine Zertifizierung für alle abfallwirtschaftlichen
Tätigkeiten vor.
Es ist abzuwarten, wann ein Entwurf der zu ändernden Entsorgungsfachbetriebeverordnung
vorgelegt wird. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Voraussetzung für eine Zertifizierung
ist natürlich, dass alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen
- z.B.: |
|
|
| |
- Einsammeln,
Befördern => Transportgenehmigung,
EU-Lizenz |
|
|
| |
|
|
|
| |
- Handeln,
Vermitteln => Vermittlungsgenehmigung |
|
|
| |
|
|
|
| |
- Lagern,
Behandeln, Verwerten, Beseitigen -
(je nach
Mengenumfang) => Bau-
bzw. BImSch-Genehmigung / Planfeststellung |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
Um ein Erstauditgemäß EfbV
vorzubereiten, empfiehlt es sich, ein Handbuch für den Entsorgungsfachbetrieb
zusammenzustellen. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Nachfolgend eine kleine Übersicht
der notwendigen Unterlagen: |
|
|
| |
- Organigramm, |
|
|
| |
- Stellen- oder Funktionsbeschreibungen, |
|
|
| |
- Vertretungsregelung, |
|
|
| |
- Schulungsplan, |
|
|
| |
- Handelsregisterauszüge bei GmbH,
GmbH & Co. KG |
|
|
| |
- Gewerbeanmeldung, |
|
|
| |
- Lageplan, |
|
|
| |
- Miet-Pachtverträge bzw. Grundbuchauszüge, |
|
|
| |
- Versicherungspolicen
der Betriebs- und Umwelthaftpflicht inkl.  Deckungssummen
und Nachweis der gezahlten Beiträge, |
|
|
| |
- KfZ-
und Güterschadenhaftpflicht,
Transportgenehmigung
sowie
Erlaubnis für den Güterkraftverkehr
bzw. Gemein- schaftslizenz bei Einsammeln und Befördern, |
|
|
| |
-
Benennung des „Verkehrsleiters“, |
|
|
| |
- Dokumentation der regelmäßigen
Kontrolle der Führerscheine, |
|
|
| |
- Vermittlungsgenehmigung bei Handeln
und Vermitteln, |
|
|
| |
- Genehmigungshistorie bei Anlagenbetrieb
=>
Bau-
bzw.
Immissionsschutzrecht mit Abgleich der
Nebenbestimmungen/Auflagen, |
|
|
| |
- Bestellungen der geforderten Beauftragten
inkl. der
Jahresberichte
und Begehungsprotokolle, |
|
|
| |
- Bestellungen
der Verantwortlichen Personen im Entsorgungsfachbetrieb, |
|
|
| |
- Benennungen von Ersthelfern und je
nach Mitarbeiteranzahl  des Betriebes von Sicherheitsbeauftragten, |
|
|
| |
- Verfahrens- bzw. Arbeitsanweisungen
für die Betriebsabläufe, |
|
|
| |
- Wartungs-Prüffristenlisten (mit
z.B. Prüfung der elektrischen  Geräte, Rolltore, Feuerlöscher,
UVV-Prüfungen der Behälter,  Maschinen, Waagen-Eichung u.ä.) |
|
|
| |
- Und, und und… |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
Das Herzstück des Entsorgungsfachbetrieb
ist das Betriebstagebuch (BTB), das täglich zu führen ist
und
alle durchgeführten abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten,
die zertifiziert werden sollen, dokumentiert. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Die Inhalte des Betriebstagebuches
gibt der § 5 der EfbV vor: |
|
|
| |
(1) Der Entsorgungsfachbetrieb
hat für jeden Standort zum Nachweis einer sach- und fachgerechten
Durchführung der abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten ein
Betriebstagebuch zu führen. |
|
|
| |
Das Betriebstagebuch hat alle für
den Nachweis eines ordnungsgemäßen Verbleibs der Abfälle
wesentlichen Daten zu enthalten, insbesondere |
|
|
| |
1. Angaben über Art, Menge,
Herkunft und Verbleib der vom Entsorgungsfachbetrieb eingesammelten,
beförderten, gelagerten, behandelten, verwerteten oder beseitigten
Abfälle einschließlich der Dokumentation der durchgeführten
Leistung, |
|
|
| |
2. besondere Vorkommnisse, insbesondere
Betriebsstörungen, die Auswirkungen auf die ordnungsgemäße
Entsorgung haben können, einschließlich der möglichen
Ursachen und erfolgter Abhilfemaßnahmen, |
|
|
| |
3. die Dokumentation einer fehlenden Übereinstimmung
des übernommenen Abfalls mit den Angaben des Abfallerzeugers
sowie die Angabe der getroffenen Maßnahmen, |
|
|
| |
4. die Angabe der mit dem Vorgang
des Einsammelns, Beförderns, Lagerns, Behandelns, Verwertens
oder Beseitigens beauftragten Person sowie im Falle der Beauftragung
eines nicht zertifizierten Betriebes gemäß § 7 Abs.
3 der jeweilige Umfang der Beauftragung und |
|
|
| |
5. die Ergebnisse von anlagen- und
stoffbezogenen Kontrolluntersuchungen einschließlich Funktionskontrollen
(Eigen- und Fremdkontrollen). |
|
|
| |
(2) Das Betriebstagebuch ist
von der für die Leitung und Beaufsichtigung des Betriebes verantwortlichen
Person regelmäßig zu überprüfen.
Es kann mittels elektronischer Datenverarbeitung oder in Form
von Einzelblättern für verschiedene Tätigkeitsbereiche
oder Betriebsteile geführt werden, wenn die Blätter täglich
zusammengefaßt werden. |
|
|
| |
Es ist dokumentensicher anzulegen
und vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Das Betriebstagebuch muß jederzeit einsehbar sein und in
Klarschrift vorgelegt werden können. |
|
|
| |
(3) Das Betriebstagebuch ist
fünf Jahre lang aufzubewahren. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Die Inhalte des Betriebstagebuches
für das Handeln und Vermitteln werden in der Vollzugshilfe geregelt.
Siehe hierzu Punkt 2.4. |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
Das Entsorgungsfachbetriebeaudit
erfolgt jährlich und wenn es erfolgreich bestanden wurde, wird
das Zertifikat erteilt.
Das Zertifikat ist jedes Jahr als Anzeige der Fachbetriebseigenschaft
an die zuständige Behörde des Unternehmens zu übermitteln. |
|
|
| |
|
|
|
| |
Viel Erfolg! |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|